Blickkontakt

Die schnellste aller Möglichkeiten Kontakt mit dem Gegenüber herzustellen geht über die Augen. Nutzen Sie den Blickkontakt bewusst.

Die Wissenschaft hat in unterschiedlichen Versuchsanordnungen seit den 1970er Jahren immer wieder bewiesen: wenn wir einem Menschen das erste Mal begegnen, achten wir zu über 50% auf seine Mimik und Gestik. Mehr als die Hälfte des berühmten „ersten Eindruckes“ kann ich also damit gestalten den anderen freundlich anzublicken, ggf. unterstützt von einer offenen Geste. Damit ist in Sachen „Symphatie“ und „gegenseitige Annahme“ schon viel passiert.

Deshalb ein Vorschlag für Ihren nächsten Vortrag: in dem Moment, wo Sie vor einer Gruppe von Zuhörern stehen und sich anschicken loszusprechen, beginnen Sie nicht mit dem Einatmen oder dem Sprechen, sondern beginnen Sie mit einer Pause – einer Sprechpause; und nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit Ihr Gegenüber anzuschauen. Nicht nur das, nehmen Sie Ihr Auditorium bewusst wahr. Und sicherlich stellen Sie dann auch fest, dass man sofort auf Ihre „Blickangebot“ reagieren wird. So fängt Ihr Vortrag bereits vor dem ersten Wort mit einer Geste freundlicher Aufmerksamkeit und einer ebenso freundlichen Reaktion an.

Neuere wissenschaftliche Studien zeigen aber auch: Im Zusammenhang mit Coaching kann ein beständiger Blickkontakt sogar mal störend wirken. Zum Beispiel dann, wenn mein Gegenüber im Gespräch nachdenken will, sich „ein Bild von der Situation“ macht. Dann kann er/sie sich möglicherweise durch unseren steten Blickkontakt gestört fühlen. Das haben englische Wissenschaftler nachgewiesen (Quelle: Bild der Wissenschaft, Heft 12/06). Vor dem kommunikativen Lapsus schützt Sie vor allem das Wissen, das Sie im Präsentationstraining vermittelt bekommen.