Der feste Stand

Wenn wir präsentieren, stehen wir normalerweise auf beiden Beinen – im Idealfall. Das gibt unserem Aussehen eine gewisse Stabilität: hier stehe ich und habe etwas zu sagen.

Nicht so…

Muss man aber länger an ein und derselben Stelle stehen (beispielsweise bei einer Ansprache am Rednerpult, oder Lehrer am Katheder), kommt es aber vor, dass wir anfangen, von einem Bein auf das andere zu wechseln. Verständlich zwar, denn es sieht zunächst ganz locker aus, und wir meinen so das eine Bein (Spielbein) zu entlasten.

Das Problem: nach wenigen Minuten beansprucht auch das andere Bein eine Entlastung. Also wechselt man wieder den Stand. Mit der Zeit werden die Wechselintervalle aber immer kürzer, und schon bald sieht es aus, als ob wir „herumzappeln“ würden.

…sondern so!

Deshalb gilt: stehen bleiben am Ort des Präsentierens, und zwar auf beiden Beinen. Man sagt:

„Er/Sie steht mit beiden Beinen auf der Erde.“

Bei Ihren Zuhörern entsteht so der Eindruck, dass Sie hinter Ihren Ausführungen stehen – eine Sache der Glaubwürdigkeit.

Sollten Sie allerdings den Präsentationsort wechseln wollen, dann tun Sie das bestimmt und zügig; vom Katheder zur Tafel, vom Overhead-projektor zur Flipchart usw.

PROXEMIK

Der Wechsel des Standortes hat den Vorteil, dass Ihr Vortrag so abwechselungsreicher wird. Die Zuhörer nehmen die Informationen aus unterschiedlichen Richtungen auf. Das kann man sich als Präsentatorin sogar zunutze machen, um die verschiedenen Standorte mit den einzelnen Inhalten des Vortrages zu verbinden. Beispielsweise:

  • Wenn ich mittig im Raum vor der Gruppe stehe, heißt das „Wissensvermittlung“,
  • wenn ich an der Tafel stehe, ist „Einüben des Gelernten“ angesagt,
  • und wenn ich auf dem Stuhl sitzen, signalisiere ich der Gruppe: jetzt bin ich bereit zuzuhören und zu diskutieren.

Zugegeben, diese Art Orte im Raum zu nutzen braucht ein wenig Übung und ggf. auch Unterstützung eines Präsentationstrainers ;-)

Fotos: batchfield.de